Seit 1989 können Kinder der Kita Baumhaus in Würzburg-Grombühl die Natur im Wald spielend erleben. Nun steht der dazugehörige Verein für ökologisches Lernen e.V. vor einem großen Problem: Der marode Bauwagen im Wald muss saniert. Um das Projekt selbst anzugehen, ist der Verein auf Spenden angewiesen.
Einer der ältesten Waldkindergärten in Bayern
Von Anfang an zog es die Kita Waldhaus mindestens einmal in der Woche in den Wald im angrenzenden Stadtteil Oberdürrbach. Damit ist sie eine der ältesten Waldkindergärten in Bayern. Die Strecke von der eigentlichen Kita in Grombühl dorthin bewältigen sie mit dem Bus – gleich eine Vorbereitung für den späteren Schulweg. „Das Konzept ist einfach wie schön: Mitten im Wald brauchen die Kinder kaum etwas, um sich zu beschäftigen, da sie sich ihre Spielsachen in der Natur einfach selbst suchen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können“, schwärmt Bas Bergervoet, Vorstandsvorsitzender des eingetragenen Vereins. „Der Wald regt die Kinder zur Bewegung an, zum fantasievollen Spiel, zum miteinander Reden und zum bewussten Umgang mit der Natur“, heißt es weiter auf der Webseite des Vereins.
Bauwagen als wichtiger Unterschlupf und Rückzugsort
Anfangs nur einmal in der Woche, weitete die Kita die Zeit im Freien in den vergangenen Jahren sukzessive aus, sodass sie inzwischen vier Mal pro Woche in den Oberdürrbacher Wald fahren – zu jeder Jahreszeit und bei fast jedem Wetter. Damit sich die Kinder umziehen, sich bei Regen auch mal unterstellen und bei Kälte auch mal aufwärmen können, hat der Verein einen Bauwagen auf dem Waldgrundstück stehen. Außerdem dient der Bauwagen als Bildungsort zum Lesen und Basteln, aber auch zum Abstellen der wenigen benötigten Dinge für Draußen.
Eltern machen alles in Eigenregie
Dadurch, dass die Kita mit ihrem Konzept mit sehr wenigen Spielzeugen und anderen Utensilien auskommt, sind die Ausgaben für den laufenden Betrieb recht niedrig. Dies und die von jedem Mitglied eingeforderte Elternmitarbeit sorgen für einen vergleichsweise niedrigen Mitgliedsbeitrag der Kita Baumhaus. „Das Konzept sieht vor, dass alle Familien drei Arbeitsstunden pro Woche für die Kita leisten“, erkärt Bergervoet. Neben dem finanziellen Aspekt sei dem Verein vor allem wichtig, dass dadurch unter den Eltern eine lebendige Gemeinschaft zusammenwachse, die wichtige Entscheidungen gemeinsam treffe. „Wir machen alles in Eigenregie“, behauptet der Familienvater stolz.
Spenden für die Materialien benötigt
So packen die Eltern der Kinder derzeit ein wichtiges Projekt ebenfalls komplett selbst an: Der alte Bauwagen aus den Anfangstagen ist inzwischen völlig marode und muss von Grund auf saniert werden. Leider kann der eingetragene Verein trotz staatlicher Zuschüsse eine derart große Sonderausgabe wie diese nicht allein stemmen. Daher startete der Waldkindergarten vor kurzem ein Spendenaufruf. Etwa 40.000 Euro seien für die Materialien der Sanierung nötig, um für viele weitere Generationen von Kindergartenkinder einen
sicheren Unterschlupf zu schaffen. „Die Spenden laufen und wir haben glücklicherweise auch schon etwas Unterstützung von ein paar Stiftungen bekommen. Dennoch brauchen wir weitere finanzielle Unterstützung“, stellt der Vorstand klar.
Unter folgendem Konto werden Spenden für das Projekt entgegengenommen:
Kontoinhaber: Verein für ökologisches Lernen e.V. Bankverbindung: Sparkasse Mainfranken IBAN: DE 43 7905 0000 0001 5050 98
Wer Interesse am Konzept des Waldkindergartens und des Vereins für ökologisches Lernen e.V. hat, kann über deren Webseite Kontakt aufnehmen.
Text und Foto: Philipp Heiligenthal