Am 14. Januar eröffnete die inklusive „Toilette für alle“ in der Gotengasse direkt neben der öffentlichen WC-Anlage im Kiosk an der Polizeiinspektion.
Ein Toilettenbesuch sollte für niemanden zur Herausforderung werden – vor allem nicht für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Doch genau hier setzt die neu eröffnete „Toilette für alle“ in der Augustinerstraße, Ecke Gotengasse, an. Mit einem speziellen Euro-WC-Schlüssel ausgestattet, ist diese moderne, barrierefreie WC-Anlage ausschließlich für Menschen mit komplexen Bedürfnissen zugänglich. Und sie setzt ein wichtiges Zeichen für Inklusion!
Diese „Toilette für alle“ erfüllt höchste Standards und ist mit allem ausgestattet, was den Bedürfnissen von Menschen mit schwerer Behinderung gerecht wird. Ein Deckenlifter ermöglicht den Transfer aus dem Rollstuhl, eine höhenverstellbare Pflegeliege sorgt für den nötigen Komfort bei der Pflege und Hygiene, und weitere medizinische Hilfsmittel machen den Toilettengang zu einer weniger stressigen Angelegenheit. Dank der großzügigen Raumverhältnisse und der rund um die Uhr zugänglichen Öffnungszeiten bietet die Anlage den Betroffenen sowie ihren Angehörigen mehr Unabhängigkeit und Lebensqualität.
Doch die „Toilette für alle“ ist nicht nur ein praktisches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Statement. Sie ergänzt die bereits bestehende Anlage an der Don-Bosco-Schule und trägt zur Umsetzung des kommunalen Aktionsplans für Inklusion bei. Julian Wendel, der kommunale Behindertenbeauftragte, betont: „Die ‚Toilette für alle‘ in Würzburg ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer inklusiven Stadt. Sie sorgt dafür, dass Menschen mit Behinderung aktiver am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.“
Für pflegebedürftige Menschen – einschließlich vieler älterer Personen – ist diese Toilette ein wahrer Gewinn. Sie macht längere Aufenthalte in der Innenstadt möglich und entlastet pflegende Angehörige, die bei Ausflügen in die Stadt nun nicht mehr auf eine geeignete Toilette verzichten müssen.
Mit der Eröffnung der „Toilette für alle“ beweist Würzburg, dass Inklusion nicht nur ein Begriff, sondern gelebte Praxis ist. Dank dieser Einrichtung wird es Menschen mit Behinderung endlich leichter gemacht, selbstbestimmt und ohne Einschränkungen am öffentlichen Leben teilzunehmen.
Wer weiß, vielleicht wird Würzburg bald zur Modellstadt für Inklusion – mit vielen weiteren „Toiletten für alle“!
Bild (V.l.n.r.): Felix Eisner, Fachbereich Hochbau, Baureferent Benjamin Schneider, Stadträtin Christiane Kerner, Stadträtin Silke Trost, Josefine Hille, Stiftung Leben Pur, Julian Wendel, Stella Münch, Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung, Anke Geiter, Inklusionsbeauftragte Stadt Würzburg, Michael Altrock, Fachbereich Hochbau. Foto: Christian Weiß