Zur Zeit überschlagen sich die Meldungen an guten Tipps für das richtige Homeschooling, das richtige Workout und den richtigen Weg Freizeitangebote zu ersetzen. Dabei ist es eigentlich so einfach: Was auch immer ihr tut, macht es aufrichtig!

Entertaint eure Kinder nicht, sondern lasst sie selber machen

Wenn Kinder als Statisten mit “Helfer”-Anstrich behandelt werden, führt das nicht zum Ziel (Selbstbewusstsein und Stolz, dass sie was Neues gelernt haben), sondern im Gegenteil: Kinder durchschauen, dass man ihnen eigentlich nichts zutraut und ihre laxe Rollen als “Küchenhelferlein” oder “Aufräumprofi” sorgen für Demotivation, statt Aufwind und gute Laune.

Echte Köche, statt Küchenmagd

Nutzt die Zeit, mit euren Kindern zu kochen. Wählt gemeinsam Gerichte aus, die ihr dann zuhause auch gemeinsam zubereitet. Nicht nur umrühren und Nudeln ins kochende Wasser werfen lassen, das langweilt jeden irgendwann. Lasst sie lieber richtig mithelfen: Zwiebeln schälen, Knoblauch zerdrücken, Gewürze mahlen, Käse reiben. Traut euren Kindern was zu und gebt ihnen die Chance, über sich hinaus zu wachsen. Wer weiß, vielleicht bringt die kindliche Kreativität eine neue Kreation zum Vorschein, die zum neuen Familien-Lieblingsessen wird?

“Ich mag kein Gemüse” Zeit mit Vorurteilen aufzuräumen

Kinder interessieren sich meistens schon von ganz allein fürs Kochen und Lebensmittel. Nutzt diese Neugier – erklärt alles rund um das Gemüse, wo es herkommt, wann es wächst, was es zum Wachsen braucht. Ihr wisst es nicht? Dann wird’s Zeit, nochmal die ein oder andere Folge Löwenzahn oder Die Maus zu schauen oder ihr fragt Wikipedia um Rat. Das ist für euch DIE Chance, den ein oder anderen Gemüsemuffel zur Knolle zu bringen.

Taste it!

Beschreibt den Geschmack und den Geruch, den ein Lebensmittel hat. Welche Obst- und Gemüsesorten passen dazu, welche Kräuter und Gewürze? Vergleicht zum Beispiel den Geschmack einer rohen, knackigen Karotte, mit einer gekochten. Warum brennt die Zwiebel nur roh in den Augen? Was mache ich mit Zwiebeln, die schon keimen? Das ist übrigens auch DIE Gelegenheit mit einem Kräuter- Gemüse-Balkon-Projekt zu starten 😉

Tipp: Treibende Zwiebeln in einen Topf mit Erde setzen. Das Zwiebelgras könnt ihr abschneiden und so euren Salat oder eure Tomatensoße Verfeinern. Schmeckt wunderbar mild. 🙂

Kleines Gewürz-Rätsel gefälllig?

Wetten, dass es den großen Geschwistern gar nicht so leicht fällt, nur durch den Geruch und ohne hinzuschauen ein Gewürz oder Gemüse zu erkennen? Ihr könnt Überraschungs-Ei-Döschen (oder wenn ihr sie noch habt: schwarze Filmdöschen) mit Kräutern und Gewürzen befülllen und kleine Löcher mit der Nadel reinpieksen. Leichtes Aufschütteln sollte für eine Geruchsprobe reichen.

Ideen: Zimt, Knoblauch, Pfeffer, Kaffee, Anis, Oregano, Thymian, und was ihr eben sonst noch so in der Küche habt!

 

Weitere Ideen findet ihr beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Würzburg. Dort werden Familien mit Kindern von 0-6 Jahren Kurse innerhalb des Netzwerks Junge Eltern/Familien angeboten. Diese fallen aufgrund der Coronapandemie jedoch bis auf weiteres aus. Um die Zeit zu überbrücken und die Krise auch von zu Hause aus gut meistern zu können, versorgt das AELF Würzburg Eltern online mit Tipps und Hinweisen. So können sie Ernährung und Bewegung zu einem Bestandteil des gemeinsamen Alltags machen.

Tipps und Angebote findet ihr hier:

www.aelf-wu.bayern.de/ernaehrung/familie

 

Text: ssl

Foto: jacoblund