“Ticken“ Frauen und Männer wirklich gleich? Mit dieser Frage haben sich schon Hunderte von Wissenschaftlern/innen beschäftigt. Und um es kurz zu machen: der gesunde Menschenverstand und das alltäglich Gelebte sagt: Nein! Dies gilt im Übrigen auch für jeden Menschen und auf der ganzen Welt. Wir sind nicht alle gleich! Jeder „tickt“ anders. Geschlechtsunabhängig , kulturunabhängig und unabhängig von dem Land, aus dem er oder sie kommt! Dieser Unterschied kann manchmal inspirierend und bereichernd sein und manchmal  eben auch anstrengend und enttäuschend.

Bei dem Wort „gleich“ fehlen nämlich noch zwei ganz entscheidende Silben, die wir gerne (warum auch immer) weglassen: Entscheidender ist da für mich die Frage: Sind alle Männer und Frauen gleich-wertig? Und hier müssen wir sind nicht lange denken. Eindeutig ja!

 

Alle Menschen sind gleichwertig! Alle! Es gibt keine Menschen zweiter Klasse

…und schon gar keine „Untermenschen“ (ein scheußliches Wort). Der Wert eines Menschen wird nicht an seinem Kontostand gemessen, nicht einmal durch das Ausmaß seines Großmutes oder die Güte seines Charakters. Alle Menschen sind gleich wert!

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass wir genau diese Aussage nicht vergessen, wenn wir uns  über Mitmenschen ärgern, Ängste über anders Denkende haben oder andere Kulturen einfach nicht nachvollziehen können. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Dies soll keine plumpe Gleichmacherei sein! Das würde eh nicht funktionieren, weil, wie oben beschrieben, jeder Mensch etwas anders „tickt“.

Denn geht man mit seinem Gegenüber gleichwertig um, so hat das auch immer was mit Würde zu tun. Und schon sind wir bei unserem wunderbaren Grundgesetz, Paragraph eins: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ – Aufgemerkt: In diesem wertvollen Satz ist keine Begrenzung des Geschlechts, der Kultur oder eines Landes vermerkt.

Ich trage momentan Sorge, dass wir aus der Gewohnheit oder aus der Unaufmerksamkeit heraus dieses wertvolle Gut gerade vernachlässigen, schlimmsten Falles sogar verspielen. Wir wollen alle, dass man würdevoll und respektvoll behandelt wird. Tun wir es auch immer mit den anderen?

Verteidigen wir aktiv in Wort und Tat, dass alle Menschen den gleichen Wert haben?

Ich bitte Sie, mutig zu sein!

 

Und ich bitte Sie, Menschen zu hinterfragen, die die Würde eines anderen Menschen verletzten. Ganz besonders, wenn diese Menschen über ganze Gruppen verächtlich reden. Das ist das Letzte, was wir brauchen. Legen Sie den Zeigefinger auf Ihren Mund, sagen Sie laut „Stopp – mit mir nicht!“

Haltung bewahren

Vielen Dank

Ihr

Thorsten Drechsler

 

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