Bernhard Reiser beim Träger-Leiter Treffen im Rathaus
mamamia testete gemeinsam mit Spitzenkoch
Bernhard Reiser das Essen in Würzburger Kindereinrichtungen
Unter dem Motto: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“
starteten wir vor genau einem Jahr gemeinsam mit Würzburgs Starkoch Bernhard Reiser
vom Restaurant Weinstein einen Essens-Check in ca. 120 Kindergärten,
Krippen und auch Schulen (Wir berichteten darüber in der mamamia Ausgabe Okt/Nov 07)
Es stellte sich heraus, dass ca 1/3 der Einrichtungen eine eigene Küche haben und damit auch ihren
Speiseplan auf die jeweilige Altersgruppe ausrichten können.
Der weitaus größere Teil ist jedoch
auf die Belieferung von Catering-
Firmen angewiesen, die sich allesamt
aus Gründen der Rentabilität
nicht wirklich auf eine altersgemäße
Kinderküche einstellen, da
überwiegend Erwachsene zu ihren
Kunden zählen.
Das Ergebnis war für uns alarmierend.
Sozialreferent Robert
Scheller, den wir schon im Vorfeld
über das Vorhaben informiert hatten,
baute uns kurz entschlossen
in die jährlich stattfindende Trägerversammlung
ein, zu der um
die 120 Träger und Leiter Würzburger
Kindertageseinrichtungen
erwartet wurden.
Anfang Dezember 2007 erstattete
Bernhard Reiser dann im Rathaussaal
vor einer sehr interessierten
Zuhörerschaft Bericht.
Er appellierte an die Verantwortlichen,
die Wichtigkeit der Essensqualität
ganz oben anzusetzen, da
uns sonst langfristig „eine Lawine
der Gesundheitsstörungen“ ins
Haus stünde.
Er befürchtet, dass die Zahl der
an Diabetes und Gicht Erkrankten
dramatisch ansteigen wird,
wenn schon 5jährigen Menschlein
die Geschmacksnerven versaut
werden,. Das 30/40/50jährige mit
künstlichen Knie- und Hüftgelenken
keine Seltenheit mehr sein
werden.
Sein Vorschlag zur Schadensbegrenzung:
Schluss mit dem Einzelkämpfer-
Dasein!
„Bündeln Sie Ihre Essensbestellungen.
Wenn sich viele Einrichtungen zusammen tun und dem
entsprechend große Bestellungen
aufgeben, steht der Lieferant in
der Pflicht. Er ist Dienstleister und
muss für Qualität sorgen.!
An den Finanzen - so Reiser – könne
es nicht liegen. Gutes Essen
muss nicht teuer sein. „Absolut
werbegelenkt liegt die Beliebtheit
von Danone-Fruchtzwergen weit
vor dem Naturjogourt. Der Markt
für synthetische Produkte ist groß.
Das braucht kein Mensch!
Durch Werbung denken unsere
Kinder nur noch in Marken. Was
werden sie der nächsten Generation
weitergeben?“
Essen mit Herz und Grips ist für
Bernhard Reiser ein Kulturanspruch!
In die Pflicht nahmen ihn zum
Schluss die Anwesenden zu seiner
Aussage, dass gutes Essen nicht
teuer sein muss. Das soll er jetzt
beweisen! Gewünscht wird ein
Speiseplan für 4 Wochen – mit Kostenplan
und Erläuterungen. BPH
Hier können Sie den Essensplan für Kinder gleich herunterladen!
|